bke-Newsletter 125 - Juli 2019

  

Ressource Resilienz Beratung bei psychischen Belastungen

Wissenschaftliche Jahrestagung der bke 2019 Das Interesse an der Wissenschaftlichen Jahrestagung der bke vom 26. bis zum 28. September 2019 in Köln ist groß und mehrere Arbeitsgruppen sind bereits ausgebucht. Es gibt aber noch sehr interessante Möglichkeiten. Die Stadt Köln als Veranstaltungsort lädt geradezu dazu ein, sich am Donnerstag in der Arbeitsgruppe D12 mit der Situation von Menschen mit queerer Identität auseinanderzusetzen. Eine Gruppe, die gesellschaftlich sichtbar geworden ist und zunehmend Bedeutung in der Erziehungsberatung bekommt. Die Problematik elterlicher Suchterkrankungen, ein häufiges Thema in der Erziehungsberatung, und die Auswirkungen auf die Kinder werden am Freitag in der Arbeitsgruppe F12 beleuchtet, die ebenfalls noch buchbar ist. Weitere Informationen über das Programm und freie Plätze in den Arbeitsgruppen sowie die Online-Anmeldung finden Sie hier.

 

KomDat Ausgabe 1/19? Erziehungsberatung erreicht 2017 einen Höchststand

 Unter dem Titel "Beratungssettings im Wandel - mehr Erziehungsberatungen für Eltern, weniger für die gesamte Familie" erschien in der aktuellen Ausgabe 1/19 der KomDat - Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe, herausgegeben von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) an der TU Dortmund, ein lesenswerter Artikel von Agathe Tabel mit einer Analyse der in der Erziehungsberatung erhobenen Zahlen. Nachdem sich die Fallzahlen in der Erziehungsberatung jahrelang auf konstant hohem Niveau bewegt haben, ist zwischen 2016 und 2017 ein Anstieg, insbesondere der neu begonnenen Beratungen zu beobachten. Eine starke und stetig zunehmende Bedeutung haben familiäre Konflikte als Beratungsanlass. Darunter fallen auch Beratungen im Kontext der Elterntrennung. Das kann eine Erklärung dafür sein, dass der Anteil der Beratungen, die vorrangig mit den Eltern durchgeführt wurden, ebenfalls gestiegen ist. Die fachliche Entwicklung in zu einer stärkeren Partizipation von Kindern und Jugendlichen spiegelt sich nicht in den erhobenen Zahlen.

Den Artikel können Sie online unter diesem Link auf Seite 12 - 15 nachlesen.  

 

 

Wie gesund ist Ihr Job?? Online-Befragung der Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft BGW geht mit einer Online-Befragung der Arbeits- und Gesundheitssituation in der Jugendhilfe auf den Grund. Was hält Beschäftigte gesund? Wo liegen Verbesserungspotenziale? Anhand der Ergebnisse möchte die BGW konkrete Tipps und Hilfen für gesunde Arbeitsverhältnisse entwickeln. Jetzt teilnehmen - hier geht's zur Online-Befragung.

Die aktuelle Online-Befragung ist eine Vorstudie, mit der die BGW ihren Fragebogen testet und anhand der Ergebnisse weiterentwickelt. Die anschließende Hauptstudie ist eine bundesweite, repräsentative Befragung zu den Arbeitsbelastungen in der ambulanten Jugendhilfe - und deren Gesundheitsfolgen. Die BGW möchte daraus aussagekräftige, wissenschaftliche Erkenntnisse erhalten. Auf deren Basis entwickelt sie dann wirksame Präventionsmaßnahmen. Mehr erfahren Sie unter www.bgw-online.de/jugendhilfe.

 

Chidren’s Worlds+ ?Eine Studie zu Bedarfen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat Prof. Sabine Andresen von der Goethe Universität in Frankfurt die Studie Children's Worlds+ durchgeführt, die ein umfassendes Bild zu den Bedarfen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland abgibt. Befragt wurde ca. 3.500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 15 Jahren. Ergänzend fanden qualitativ auswertbare Gruppendiskussion mit Kindern und Jugendlichen der gleichen Altersgruppe statt. Begleitet wurde die Studie von einem Jugend Expert*innen Team, dessen Anmerkungen in einer eigenen Broschüre veröffentlicht wurden. Herausgekommen ist ein umfassendes Bild, wie Kinder und Jugendliche in Deutschland ihre Situation einschätzen. Ein Beispiel: 91,4% der Befragten gibt an, sich zu Hause sehr sicher oder zu 100% sicher fühlen, aber immerhin 8,6% gaben an, dass ihr Zuhause kein sicherer Ort ist. Umgerechnet auf die Stichprobe sind das ca. 300 Kinder. 3% der Kinder und Jugendlichen gaben an, sich an keinem der genannten Orte, zu Hause, in der Schule und in der Nachbarschaft sicher zu fühlen. (Tabelle auf Seite 80 der Studie, Zusammenfassung Seite 12)

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung vom 3. Juli 2019

Hier finden sich die Studie und die Zusammenfassung zum Download oder zum Bestellen sowie die Anmerkungen des Jugend Expert*innen Teams.

 

Suizidprävention Deutschland - Aktueller Stand und Perspektiven

Das Projekt Suizidprävention Deutschland der Deutschen Akademie für Suizidprävention in Kooperation mit dem Nationalen Suizid Präventions-Programm wirdvom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der Suizidprävention auf der Basis eines wissenschaftlich fundierten Berichts. In diesem Rahmen findet noch bis zum 31. Juli 2019 eine Befragung statt, die auch die "Niedrigschwellige Suizidprävention im psychosozialen gesellschaftlichen Bereich" einbezieht. Mit der Teilnahme an der Umfrage können Sie das Projekt unterstützen.

Zum Fragebogen gelangen Sie hier.

Nähere Informationen finden Sie hier.

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