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Konzepte der Schematherapie in der Beratung mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
Teil 1 von 2
Kursnummer: E 21.4a
Referent: Dr. Christof Loose
Tagungsstätte: Online-Kurs
PLZ / Ort:
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 200,– Euro 170,– Euro für Mitglieder der LAG
Datum: 03.05.2021 14:00 Uhr - 05.05.2021 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 1.4.2021
Zielgruppe
Der Kurs ist sowohl für erfahrene Fachkräfte der Beratung geeignet, wie auch für Berufsanfänger/innen.

Ziel
Die Teilnehmer/innen dieses zweiteiligen Kurses haben Kenntnisse über zentrale Aspekte und grundlegende Konzepte der Schematherapie. Sie erkennen hinter emotionalen und Verhaltensproblemen die zugrunde liegenden psychischen Grundbedürfnisse, können diese mit fehlangepassten (maladaptiven) Schemata in Verbindung bringen und sind in der Lage, diese Kenntnisse altersangemessen und bildungsunabhängig Kindern, Jugendlichen und deren elterlichen Bezugspersonen zu vermitteln. Sie kennen ihre eigenen Schemata und sind in der Lage, damit verbunden Selbstfürsorge zu praktizieren (Burnout-Prophylaxe).

Inhalt
Im Kurs werden zunächst die Grundzüge der Schematherapie (ST) nach Young skizziert, um im Verlauf auf Inhalte der Schemaberatung und des Schema-Coachings mit Eltern zu fokussieren. Im Zentrum des gesamten Kursangebotes stehen die Vermittlung und Einübung von Strategien, die sich in der schema- und modusgeleiteten verhaltenstherapeutischen Praxis im Kindes- und Jugendalter bewährt haben.
Die ST kann im Kontext der so genannten »dritten Welle« der Verhaltenstherapie eingeordnet werden und bezieht besonders die Emotionen aber auch entwicklungspsychologische Gesichtspunkte zentral in ihre diagnostischen und therapeutischen Überlegungen mit ein. Schemata gelten dabei als tiefverwurzelte, fehlangepasste Muster (z.B. Misstrauen oder emotionale Entbehrung), die aufgrund einer Interaktion von Temperament und emotionsintensiver psychosozialer Schlüsselsituationen (z. B. Deprivationserfahrungen durch die Eltern oder Betreuungspersonen) entstanden sind. Darüber hinaus beruht Schematherapie auch auf einem Modell der »psychischen Grundbedürfnisse« und ihrer »Schicksale« im Lebensverlauf. Daher scheint die ST im Bereich der Kinder- und Jugendlichentherapie einerseits, aber auch in der Elternarbeit bzw. Erziehungsberatungsstelle besonders geeignet, diagnostische, beratende und handlungsleitende Konzepte zu generieren.
Im ersten einführenden Teil liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung des schematherapeutischen Erklärungsmodells (Grundbedürfnisse, Schemata, Bewältigungsstrategien, Modi) und wie dieses im Beratungskontext mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern erarbeitet werden kann. Erste Möglichkeiten der Diagnostik werden vermittelt und z.T. eingeübt wie z. B. die Verwendung von Stammgeschichten, »Imaginäres Elterninterview«, Modus-Skizze und Modus-Interview.
Im Vertiefungsteil, der einige Monate später stattfindet, wird zunächst auf Selbsterfahrungsaspekte eingegangen, die sich in eigenen Triggern und möglichen maladaptiven Schemata im Beratungskontext zeigen können. Vor dem Hintergrund der bisherigen Praxiserfahrungen mit dem Konzept in der Arbeit vor Ort werden daran anknüpfend modusspezifische Interventionen vorgestellt, die auch im Beratungskontext gut integrierbar sind (z. B. Spieltherapie, Imaginationsübungen wie »Reise zum Clever-Modus«, Einsatz von Moduskarten sowie Modus-Memo).
Im Blick auf die Elternarbeit spielen zunächst elterliche Ressourcen, Bedürfnisse und Familienstrukturen eine Rolle. Dabei werden Edukationshilfen zum Schema- und Moduskonzept und die Vermittlung typischer dysfunktionaler Modus-Konstellationen zwischen Eltern und Kind (z. B. Vermittlung des Teufelskreises in der Erziehung in Verbindung mit dem Modus-Konzept) aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt wird beim Thema Elternarbeit auf das Schema-Coaching gelegt, in dem Transaktionsprozesse zwischen Eltern und Kind beleuchtet werden.

Methoden
Der Kurs wird online über die Plattform »Zoom« durchgeführt. Darin ist es möglich, sowohl im Plenum als auch in Kleingruppen zu arbeiten. Die Fortbildung bietet auch im Online-Format neben grundlegender Theorievermittlung viel praktische Anschauung durch Bild- und Videomaterial sowie kleine Übungen zur Übertragung in die eigene praktische Arbeit. Die gezeigten schematherapeutischen Ansätze und Methoden sind zudem gut integrierbar in systemische Beratungskontexte, so dass im Allgemeinen an dort vorhandenes Wissen und Können angeknüpft werden kann.

Anmeldeverfahren
Der Kurs wird vom Referenten online mit der Plattform Zoom durchgeführt. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Laptop/Computer mit einer/ Kamera, Mikrofon sowie eine stabile und schnelle Internetverbindung (Download mind. 3MB/Upload mind. 1MB, Test unter www.speedtest.net) sowie die Akzeptanz der Datenverarbeitung bei Zoom. Die Zugangsdaten werden kurz vor dem Kurs bekanntgegeben. Ihre Anmeldung für diesen Kurs ist von Seiten des Referenten nur gültig mit der unterschriebenen Zusatzvereinbarung. Bitte geben Sie bei Anmeldung auch an, ob Sie im Vorfeld einen Probelauf mit Zoom wünschen (wird organisiert).

Mit der Anmeldung zu diesem Kurs sind Sie automatisch für den Vertiefungsteil E21.4b angemeldet:
E21.4b: 27.–29. 9. 2021

Die Kursgebühr versteht sich pro Kursteil.

Text der Zusatzvereinbarung (wird im Vorfeld des Kurses als auszufüllendes Formular an die Teilnehmer/innen versandt):

Hiermit bestätige ich, dass …
• … ich an allen Modulen des o.g. Online-Kurses teilnehmen werde,
• … ich mich mit Kamera und vollständigem Namen präsentieren muss,
• … ich mich bei Verspätungen und längerer Abwesenheit (mehr 10 Min) vom Dozenten ab- und anmelden muss, um eine Teilnahmebescheinigung für die gesamte Veranstaltung erhalten zu können,
• … während der Sitzungen keine anderen Aktivitäten (wie Surfen im Internet oder andere Arbeiten z.B. am PC) ausführen darf,
• … der Zugang bzw. die Zugangsdaten des Online-Kurses nicht anderen Personen überlassen werden darf
• … zum Schutz der Persönlichkeitsrechte keine Ton- oder Videoaufnahmen angefertigt werden dürfen (kein Screenshot, keine parallele Aufnahme mit dem Smartphone z.B. während Videodarstellungen etc.)
• … niemand außer mir im Raum sein darf (z.B. Kinder, sonstige Familienangehörige oder Kollegen) und wenn doch, diese namentlich genannt und der Grund angegeben werden, warum sie anwesend sind.
• … ich keine sensible Daten von Patienten/Klienten in dem Online-Kurs preisgeben darf bzw. so verschlüssele/verändere, dass keine Zuordnung oder Identifizierung möglich ist. Dies gilt auch für die Kleingruppenarbeit (Breakout rooms).
• … bei Zuwiderhandlung der o.g. Kriterien (z.B. Einsichtnahme durch andere Personen) ein Ausschluss aus dem Online-Kurs nach sich ziehen kann, ggfs. ohne Rückvergütung der Seminarkosten.

Der Referent hat auch den Spielraum, flexibel zu sein, wenn Teilnehmer/innen Sitzungen oder Teile von Sitzungen aufgrund unvermeidbarer persönlicher Umstände (wie Strom- oder Internetausfall oder Krankheit oder Familienkrisen) verpassen und dies mit dem Referenten besprechen. Es sollten aber im Vorhinein so weit wie möglich absehbare Störquellen beseitigt oder zumindest vermindert werden.