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Familien in Trennung beraten
Teil 1 von 4: Die Trennung verstehen
Kursnummer: TS 19.1
Referent: Dipl.-Psych. Gesine Götting, Dipl.-Psych. Siegmund Richter
Tagungsstätte: Tagungszentrum Schmerlenbach
PLZ / Ort: 63768 Hösbach
Teilnehmerzahl: 20
Kursgebühr: 350,– / Euro 300,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung
Datum: 14.10.2019 14:00 Uhr - 18.10.2019 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 8. 7. 2019 ACHTUNG! Verlängert: 16.8.19
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Weitere Termine
Teil 2: 25. 11. – 29. 11. 2019
Teil 3: 9. 3. – 13. 3. 2020
Teil 4: 6. 5. – 8. 5. 2020 (LAG: 200,- /, Nicht-LAG: 230,- Euro)
Alle vier Teile sind nur komplett buchbar.


Ziel
Die Teilnehmer/-innen haben einen umfassenden Überblick über Historie, Forschung und neueste Entwicklungen zum Thema Trennungs- und Scheidungsberatung. Die Rolle und die Aufgaben der Erziehungsberatung als Teil des Jugendhilfesystems und an den Schnittstellen sind bekannt. Die Teilnehmer/-innen des Kurses haben vertiefte Kenntnisse über unterschiedliche Betreuungsmodelle und ihre Wirkungen. Mit dem Phänomen „Hochkonflikthaftigkeit“, seinen Entstehensbedingungen und Ausprägungen, haben sie sich intensiv auseinandergesetzt. Erprobte Interventionsmöglichkeiten und Gesprächstechniken – insbesondere bei der Beratung im Kontext §156 FamFG ¬– stehen den Teilnehmer/-innen zur Verfügung. In die eigene beraterische Haltung sind neue Sichtweisen und Erkenntnisse eingeflossen, die ein ressourcenorientiertes Herangehen an das Thema Trennung und Scheidung ermöglichen.

Inhalt
Die folgenden Themen geben eine umfassende Einführung in das Thema und werden in Form von Inputs und gemeinsamer Diskussion erarbeitet:
• Einführung in die Weiterbildungsfolge und Kennenlernen
• Elterntrennung als (kritisches?) Lebensereignis: Historie und Zahlen;
• Ressourcenorientierte Sichtweise der Trennung
• Aufgaben der Erziehungsberatung:
o Aufklärung und Psychoedukation, Vermittlung zwischen Eltern
o Begleitung zur „Zweikernfamilie“, ganzheitlicher Blick auf die Familie mit Einbezug weiterer wichtiger Bezugspersonen
o Unterstützung der Kinder
• Betreuungsmodelle als Politikum
o unterschiedliche Formen und Definitionen, Empirische Ergebnisse und aktuelle Entwicklungen
o In der Diskussion: Das Wechselmodell, kritische Stimmen zu Betreuungsmodellen
• Hochkonflikthaftigkeit als Phänomen
o Konstrukt und Stufenmodell „Hoch konflikthafte Elterntrennung“
o Forschungsergebnisse und Standards der bke
o Systemische Sichtweisen auf „Hochkonflikt“
o Reflexion: Warum erscheint die Arbeit mit hoch strittigen Eltern so „schwierig“?
• Zusammenwirken im Trennungskonflikt auf Ebene der Institutionen
o §§ 17, 18, (3) und 50 SGB VIII Akteure der Jugendhilfe – Aufgaben, Rolle, Haltung
o Auftragsklärung bei Beteiligung des ASD/bei Beteiligung des Familiengerichts
o Beratung nach §156 FamFG; Erziehungsberatung im Zwangskontext: Gelingensbedingungen, Möglichkeiten der Umsetzung, Anforderungen an die Berater
o Regionale Arbeitskreise
• Praxisbeispiele und Fallarbeit
o Prävention: Wie kann eine Beratungsstelle die Aufträge nach §§17, 18 (3) verstehen und umsetzen? Vorstellung eines Praxismodells: Aufgabenverlagerung §50 SGB VIII in die Beratungsstelle

Methoden
• Vortrag
• Kleingruppenarbeit
• Rollenspiel
• Diskussion und Austausch
• Aufstellung
• Fallbearbeitung