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Supervisionsprozesse zielorientiert gestalten
Reflektieren – Moderieren – Lenken
Kursnummer: E 19.3
Referent: Dipl.-Psych. Bodo Reuser
Tagungsstätte: Kirchl. Fort- und Ausbildungsstätte
PLZ / Ort: 34131 Kassel-Wilhelmshöhe
Teilnehmerzahl:
Kursgebühr: 290,– Euro / 240,– Euro für Mitglieder der LAG (ohne Unterkunft und Verpflegung)
Datum: 01.04.2019 14:00 Uhr - 05.04.2019 13:00 Uhr
Anmeldeschluss: 28. 1. 2019
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Ziel
Die Teilnehmer/-innen der Fortbildung kennen zentrale Aspekte des Verständnisses und des Settings supervisorischer Arbeit sowie der Rolle als Supervisorin/Supervisor im Wirkungsbereich der Erziehungsberatung und angrenzender Fachbereiche. Zielgruppe sind inbesondere Fachkräfte aus Erziehungs- und Familienberatungsstellen, die im Rahmen von Fachberatung und Supervision tätig sind oder sein wollen.

Inhalt
Das »Kerngeschäft« der Erziehungsberatung umfasst zum größeren Teil die Fallarbeit. Dennoch sind nicht unerhebliche Kapazitäten präventiven und fachdienstlichen Aufgaben vorbehalten, insbesondere der Fachberatung und FallBegleitung professioneller Kräfte benachbarter Fachbereiche. So werden Erziehungsberatungsstellen z. B. von pädagogischen Fachkräften aus Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe oder von Teams aus dem Jugendamt angefragt, um diese bei offenen Fragen oder fehlender Orientierung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Eltern sowie bei Team-Themen oder Team-Konflikten zu unterstützen. Die Fachkräfte der Erziehungsberatung begleiten oder moderieren Besprechungen, Gefährdungsbeurteilungen oder Hilfeplangespräche. Selbst im eigenen Team sollen sie z. B. Intervisionen professionell steuern können.
Erziehungsberaterinnen und berater sind für solche Aufgaben insofern prädestiniert, als sie einerseits über eine therapeutische Zusatzausbildung verfügen und andererseits Erfahrungen aus der beraterisch-therapeutischen Arbeit mitbringen. Das ist eine sehr wertvolle Grundlage für die Gestaltung von Supervisionsprozessen. Dennoch unterscheidet sich Supervision vielfältig von der Beratung von Ratsuchenden. Schließlich geht es hierbei um die Reflexion und Klärung beruflicher Rollen und spezieller Aufgabenstellungen. Durch geZielte Prozesse und Interventionen werden bei den Supervidierten Barrieren im Berufsalltag abgebaut, professionelle Handlungskompetenz gefördert und erweitert, die Kommunikation, Kooperation und Arbeitszufriedenheit verbessert, organisatorische Strukturen hinterfragt und Entwicklungspotenziale erforscht.
Die Besonderheiten der Supervisionssituation und -verläufe, das damit verbundene Verständnis, die besondere Rolle sowie entsprechende methodische Instrumentarien müssen für gelingende Supervisionsprozesse geklärt und verfügbar sein. Die methodischen Grundlagen bilden vor allem das systemisch-konstruktivistische Verständnis ergänzt durch hypnotherapeutische, tiefenpsychologische und psychodramatische Vorgehensweisen. Zu den Inhalten der Fortbildung gehören u.a. folgende

Themengebiete:
Bedeutung von Supervision und Metaposition
systemisch-konstruktivistisches Verständnis sowie andere Theorien von Supervision
fachliche und persönliche Fürsorge und Schutzmaßnahmen
Setting und Abläufe
Spannungsfeld Person/Rolle – Gruppe – Organisation
Kontext- und Auftragsklärung sowie Hypothesenbildung
Supervision als interventionsbezogene Diagnostik und rekursiver Prozess
Fokussierung, Ziele und Strategien
Supervision als Instrument der Fallsteuerung und -Begleitung
Einsatz verschiedener Methoden und Techniken (Rituale, Geschichten, Rollenspiel, Doppeln, Reflecting-Team etc.)
Ängste, Skepsis und Übertragungsphänomene
Dynamiken und Strukturen in Teams und Gruppen.
Der Kurs baut auf Beratungserfahrungen in der Arbeit mit Ratsuchenden auf.

Methoden
Input und Diskussion, Kleingruppenarbeit, Erfahrungsaustausch, Rollenspiel, Fallbeispiele der Teilnehmenden.