Biografiearbeit in der Elternberatung
neu!
Ziel
Die Teilnehmer*innen erwerben ein Verständnis von den Auswirkungen früher biographischer Erfahrungen auf unbewusstes oder automatisiertes Handeln als Erwachsene sowie über deren neuropsychologischen Hintergründe. Darüber hinaus erlernen sie Strategien, wie automatisierte Handlungsmuster angenommen, verstanden und bearbeitet werden und wie sie Ratsuchenden helfen können, sich neue Bahnungen im Gehirn anzueignen sowie diese nachhaltig erfolgreich zu nutzen.
Inhalt
Wenn Eltern sich an eine Erziehungsberatungsstelle wenden, sind familiäre Konflikte – solche auf der Eltern-Paarebene oder zwischen Kindern und Eltern – von zentraler Bedeutung. Ihr rationales Wissen, wie Konflikte zu lösen wären, wird von starken Emotionen blockiert. Dann verfallen Eltern zeitweise in alte Muster, die sie in der Kindheit und Jugend erlernt haben, auch wenn sie diese eigentlich ablehnen. Sie können Situationen aufgrund eigener Erfahrungen vorschnell als bewusst ablehnendes Verhalten des Kindes interpretieren und agieren entsprechend.
Nicht jede aktuelle Gefühlslage ist von der eigenen Kindheit beeinflusst. Jedoch prägen uns die frühen Erfahrungen stark. Wir bilden gerade in den ersten Lebensjahren viele synaptische Verschaltungen und prägen ein Verständnis vom Funktionieren zwischenmenschlicher Interaktionen sowie der Welt als Ganzem. Diese Prägung wirkt dann wie eine Art Brille mit entsprechenden Deutungen und Wahrnehmungsverzerrungen. Je unbewusster Kindheitsprägungen sind, desto mehr Macht haben sie über uns.
Durch gezielte Strategien können Reflexionsprozesse bei den Eltern in Gang gesetzt werden, die schwierige Muster gut und nachhaltig erkennen und auflösen lassen. Damit können Eltern einerseits lernen, aus »ihrem Teufelskreis« auszusteigen. Zudem beenden sie die Gefahr, solche Muster an die eigenen Kinder weiterzugeben.
Methoden
- beispielhafte Verdeutlichung eigener biographischer Muster
- Vorstellung des Modells der Re-Inszenierung sowie der psychodramatischen Spirale
- Einsatz der Ankerarbeit und der Arbeit mit Krafttieren
- Besprechung von Praxisbeispielen
Kursnummer
E 26.19
Ort
hoffmanns höfe
60528 Frankfurt am Main
Termin
-
Leitung
Dipl.-Psych. Bodo Reuser
Kursbeitrag
340,– Euro
310,– Euro für LAG-Mitglieder
zzgl. verbindlicher Kosten der Tagungsstätte
Übernachtung mit Verpflegung: ca. 321 Euro oder nur Verpflegung: ca. 127 Euro (siehe Tagungsstättenverzeichnis)
Stichtag
Kursplätze
16