Maßanzüge von der Stange?

Betreuungsmodelle nach Trennung und Scheidung in der Beratungspraxis

Ziel
Die Teilnehmer/-innen haben sich mit unterschiedlichen Betreuungsmodellen nach Trennung und Scheidung und zugrundeliegenden Dynamiken auseinandergesetzt und kennen jeweilige Vor- und Nachteile. Voraussetzungen, die bei Eltern und Kindern für eine individuelle Betreuungsgestaltung gegeben sein müssen, werden erkannt und in der Beratung vermittelt.

Inhalt
Der gesellschaftliche Wandel hat Familien- und Lebensformen bunter, vielfältiger und individueller werden lassen. Nur folgerichtig ist, dass auch nach einer Trennung oder Scheidung der Kanon der möglichen Betreuungsmodelle breiter geworden ist, da schlichte Standardlösungen an Bedürfnissen und Vorstellungen der Eltern und Kinder in Nachtrennungsfamilien häufig vorbeigehen. Hierin liegen gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen für Beratungsprozesse, denn schließlich bestimmen viele egozentrische Motive der Paarebene, Wut, Racheverlangen und unterschiedliche existenzielle Ängste das Klima zwischen den hoch emotionalisierten und strittigen Eltern mit. Insbesondere das so genannte Wechselmodell hat neue Vorwurfshaltungen und Fronten entstehen lassen. Im Kurs wird das Spektrum der unterschiedlichen Betreuungsarrangements von Residenz- bis Doppelresidenzmodell, die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen sowie die sie tragenden elterlichen Ressourcen praxisnah für unterschiedliche Familienkonstellationen beleuchtet und diskutiert. Dabei werden auch Argumente des Für und Widers, die umgebenden Lebenszusammenhänge wie auch die Situation der Umgangsverweigerung einbezogen.

Methoden
- Vortrag im Plenum
- Diskussion und Austausch
- Kleingruppenarbeit

Kursnummer
E 22.21

Ort
Europäisches Bildungs- und Tagungshaus
29549 Bad Bevensen

Termin
-

Leitung
Dr. Katharina Behrend

Kursgebühr
240,– Euro
200,– Euro für LAG-Mitglieder
ohne Unterkunft und Verpflegung

Anmeldeschluss

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