Unerwartet und plötzlich -
Beratung bei Schicksalsschlägen
Fachtagung, 31. März bis 1. April 2020 in Aschaffenburg

Das Programm der bke-Fachtagung Unerwartet und plötzlich - Beratung bei Schicksalsschlägen ist bereits versandt worden. Die bke greift mit dieser Tagung das Thema auf, wie Beratung Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien nach einer außergewöhnlich belastenden Erfahrung, die aus der Bahn werfen und potenziell traumatisierend wirken kann, gut unterstützen kann. Es werden bewährte Beratungs- und Resilienzförderungskonzepte im Kontext verschiedener Schicksalsschläge vorgestellt.

Zum Programm und weiteren Informationen geht es hier.

 


 

   

Trennung meistern, Kinder stärken
Ein Gruppenangebot für Eltern in der Erziehungsberatung

Ein Angebot der Fort- und Weiterbildung der bke

Erst vor ein paar Wochen erschienen, hat das Fort- und Weiterbildungsprogramm der bke 2020 bereits gute Resonanz gefunden. Für die Planung im ersten Quartal der kommenden Jahres sei an der Stelle darauf hingewiesen, dass es noch einige wenige Restplätze im Kurs Trennung meistern, Kinder stärken - Ein Gruppenangebot für Eltern in der Erziehungsberatung gibt. Christine Utecht und Dr. Bernd Kulisch stellen ein Training vor, dass zum Ziel hat, Eltern in ihrer wechselseitigen Kommunikationsfähigkeit und ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, sowie die Stressbewältigung und die Emotionsregulierung zu verbessern. Der Kurs findet vom 23. bis 26. März 2020 in Hösbach bei Aschaffenburg statt.

Ausführliche Informationen zu diesem und auch den anderen angebotenen Fort- und Weiterbildungskursen finden Sie hier.

 

Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) 
Gesetzentwurf wird erarbeitet

Am 10. Dezember 2019 fand in Berlin die Abschlussveranstaltung zum Beteiligungsprozess Mitreden - Mitgestalten statt. Hierzu die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom gleichen Tag:

Mitreden - Mitgestalten - unter diesem Motto stand der ein ganzes Jahr dauernde Dialog- und Beteiligungsprozess zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII). Heute hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey in Berlin bei einer Fachkonferenz mit 230 Expertinnen und Experten den Abschlussbericht entgegengenommen und gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks erste Ergebnisse ausgewertet. Es ist der Startschuss zur Erarbeitung eines neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes, das die Ministerin im Frühjahr 2020 vorlegen wird.

In Deutschland leben 21,9 Millionen Menschen zwischen 0-27 Jahren. Zielgruppe des Gesetzes sind rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in dieser Altersgruppe, die zusätzlichen Unterstützungsbedarf haben: 1,1 Million Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen unter schwierigen sozialen Umständen auf und sind darauf angewiesen, dass staatliche Stellen sie und ihre Familien unterstützen. Das gilt zum Beispiel für Kinder, die in Heimen groß werden oder für Kinder, deren Eltern nicht so für sie sorgen können, wie es nötig wäre, so dass das Jugendamt bei der Erziehung Unterstützung gibt. 360.000 Kinder und Jugendliche haben eine seelische, geistige oder körperliche Behinderung. Bisher sind nur die rund 100.000 Kinder mit einer seelischen Behinderung durch das Kinder- und Jugendhilferecht erfasst. Die ca. 260.000 Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung sind bisher nicht durch das Kinder- und Jugendhilferecht erfasst, sondern nur in der so genannten "Behindertenhilfe". 31.000 junge Menschen werden im Zuge ihres 18. Geburtstags als sogenannte "Careleaver" aus der Kinder- und Jugendhilfe entlassen, einige brauchen aber weiterhin Betreuung und Unterstützung.

Die wichtigsten Ziele bei der Erarbeitung des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes sind:


  1. Mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien

  2. Besserer Kinder- und Jugendschutz
  3. 
Stärkung von Pflege- und Heimkindern

  4. Mehr Prävention vor Ort

  5. Hilfen aus einer Hand für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen

Bundesjugendministerin Giffey betonte bei Entgegennahme des Abschlussberichts: "Ich bin beeindruckt, wie viel Sachverstand, Engagement und Ideen in diesem Papier stecken - jetzt ist es an uns, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe besser zu machen. So müssen Kinder, Jugendliche und Eltern mehr Gehör bekommen und die Möglichkeit haben, Probleme offen zu legen. Deshalb sollen unabhängige Ombudsstellen gesetzlich verankert werden. Der Staat muss zudem sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche, die in seiner Verantwortung betreut werden, geborgen aufwachsen und geschützt sind. Daher wollen wir die Heimaufsicht wirkungsvoller machen und die Anforderungen bei Auslandsmaßnahmen deutlich verschärfen. Die Kostenbeteiligung von Pflege- und Heimkindern soll von 75 auf 25 Prozent reduziert werden. Für die Kommunen wollen wir mehr Rechtssicherheit für die Präventionsarbeit schaffen, die künftig im Kinder - und Jugendhilferecht festgelegt wird, damit Unterstützungsangebote Kinder, Jugendliche und ihre Eltern besser erreichen - ob in der Kita, im Familienzentrum oder im Jugendclub. Und mit dem neuen Gesetz wollen wir für Hilfen aus einer Hand sorgen, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen zu unterstützen. Wir arbeiten für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe."

Im Dialogprozess hatten über ein Jahr lang Expertinnen und Experten, die auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene, in Fachverbänden und Fachorganisationen, in Wissenschaft und Forschung, bei öffentlichen oder freien Trägern, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Behindertenhilfe und in der Gesundheitshilfe Verantwortung für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen übernehmen, über die Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe diskutiert. Geleitet wurde der Dialogprozess von der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks. Insgesamt brachten sich mehr als 5.400 Fachleute und Betroffene ein. Die Debatten in der AG "SGB VIII: Mitreden- Mitgestalten" sind auf fast 1.300 Seiten fest-gehalten.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird den Abschlussbericht und die darin enthaltenen Empfehlungen jetzt gründlich prüfen und die Ergebnisse in das Gesetzgebungsverfahren aufnehmen. Im nächsten Frühjahr wird der Entwurf für ein neues Kinder- und Jugendstärkungsgesetz vorgelegt. Fachwelt und Betroffene sind weiterhin eingeladen, mitzureden und mitzugestalten.


Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 10.12.2019

Der Abschlussbericht wird in Kürze auf der Seite https://www.mitreden-mitgestalten.de eingestellt.

 


 

Initiative Stärker als Gewalt

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Initiative Stärker als Gewalt gestartet. Dazu wurde die neue Internetseite www.stärker-als-gewalt.de mit Hilfsangeboten und weiteren Informationen geschaffen. Gleichzeitig wurden die neuen Zahlen der Kriminalstatistischen Auswertung zu Partnerschaftsgewalt vorgestellt.

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 25. November 2019

Nähere Informationen finden und zentrale Zahlen der Auswertung finden Sie hier.

Die gesamte Auswertung finden Sie hier

 


3. ZKJ-Tag in Köln

Die Planungen für den 3. ZKJ-Tag am 25. September 2020 in Köln sind fortgeschritten und die Anmeldung ist schon möglich. Es werden wieder aktuelle Themen zu Kindschaftsrecht und Jugendhilfe aufgegriffen. Die Zeitschrift für Kinder- und Jugendhilfe ZKJ erscheint bei Reguvis Fachmedien, ursprünglich Teil des Bundesanzeiger Verlags und nun ein eigenständiges Unternehmen mit neuem Logo. Da die bke Mitherausgeberin der ZKJ ist, erhalten Mitglieder einer LAG für Erziehungsberatung das Abonnement zum Vorzugspreis.

Zum Programm des 3. ZKJ-Tag und zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Einen kleinen Einblick in die ZKJ finden Sie hier.

Die ZKJ abonnieren können Sie auf bke.de hier.